Deutschland benennt 26‑Mann‑Kader für die WM 2026
Julian Nagelsmann hat am 21. Mai 2026 den 26‑Mann‑Kader Deutschlands für die FIFA‑Weltmeisterschaft 2026 nominiert. Kapitän Joshua Kimmich führt eine Gruppe an, die erstklassige junge Angreifer und die überraschende Rückkehr des 40‑jährigen Torhüters Manuel Neuer umfasst.
Deutschland wurde in die Gruppe E mit Curaçao, Côte d’Ivoire und Ecuador gelost. Auf dem Papier sieht ein Weiterkommen aus der Gruppe gut aus, doch die K.o.-Runden werden den wiederaufgebauten Ruf auf die Probe stellen. Als viermaliger Weltmeister erlebte Deutschland in den Turnieren 2018 und 2022 ein Ausscheiden bereits in der Gruppenphase.
Deutschland beendete die Qualifikation mit fünf Siegen aus sechs Spielen und erreichte das Viertelfinale der Euro 2024. Florian Wirtz gibt sein WM‑Debüt, nachdem er zu Liverpool gewechselt ist, während Jamal Musiala nach einer Verletzung zurückkehrt und ein gefährliches Offensivduo bildet.
Zum Kader gehören die Abwehrspieler Waldemar Anton, Nathaniel Brown, Antonio Rüdiger, Nico Schlotterbeck, Jonathan Tah und Malick Thiaw. Im Mittelfeld sorgen Nadiem Amiri, Leon Goretzka, Pascal Groß, Assan Ouedraogo, Jamie Leweling, Felix Nmecha und Angelo Stiller für Tiefe und Kreativität.
Die Torhüter Manuel Neuer, Oliver Baumann und Alexander Nübel vervollständigen den Kader. Neuer’s Führung und Erfahrung stehen im Zentrum von Deutschlands Turnierambitionen.
Nagelsmanns bevorzugtes 4‑2‑3‑1‑System sieht Neuer im Tor, Kimmich und Tah in der Abwehr. Goretzka und Pavlovic bilden die Doppelachse, während Wirtz, Musiala und Sané die offensiven Mittelfeldrollen übernehmen.
Havertz führt die Reihe als falsche Neun und kompensiert Deutschlands Mangel an einem Weltklasse‑Stürmer. Seine Vielseitigkeit und Kreativität sollen die positionsbedingte Lücke ausgleichen.
Deutschlands Stärken liegen in der Kombination von Wirtz und Musiala, Kimmichs Kontrolle im Mittelfeld und der Unberechenbarkeit im Angriff. Dennoch bleiben Defensivschwächen bestehen, vor allem in den Umschaltphasen und im Raum hinter den Außenverteidigern.
Nagelsmann bestätigte, dass Musiala fast in Topform ist. Selbst bei 95 % bleibt Musiala einer der herausragendsten Spieler der Welt und ein entscheidender Faktor für Deutschlands WM‑Hoffnungen.
Prognosen deuten darauf hin, dass Deutschland die Gruppenphase mit drei Siegen durchlaufen könnte. Danach werden ihre Konstanz und Belastbarkeit in den K.o.-Runden ihr Schicksal bestimmen. Ein Viertelfinaleinzug wird erwartet, wobei mögliche Ausscheiden gegen Top‑Teams wie Spanien oder Argentinien drohen.