WM
Kolumbiens frühes Tor bringt Sieg in der Hitze von Kansas City
Jhon Arias bescherte Kolumbien einen schnellen Vorteil, als sein geflickter Abschluss nach Luis Suárezs frühem Hereingabe den 1:0-Sieg gegen Ghana im Arrowhead Stadium in Kansas City am Freitagabend sicherte. Die drückende Hitze von 31,1 °C zwang beide Teams zu häufigen Trinkpausen.
Die ersten Minuten Kolumbiens wurden gestört, als Stürmer Jhon Córdoba sich an der Leiste fasste und Trainer Néstor Lorenzo den frühen Wechsel mit Sporting Lissabons Luis Suárez vollzog. Suárez betrat das Feld, während das Spiel bereits lief, und ersetzte den Inter-Miami-Stürmer gleichen Namens.
Nur vier Minuten später spielte Daniel Muñoz einen Pass zu Suárez, der den Ball quer in den Strafraum schlenzte, wo Arias seinen Lauf timte und den Ball an Ghanas Torhüter Lawrence Ati Zigi vorbei ins Netz lupfte – Los Cafeteros lagen in Führung.
In der 56. Minute schien Luis Díaz den Vorsprung zu verdoppeln, doch der Assistent hob die Fahne wegen Abseits. Kurz darauf schoss Díaz aus nächster Nähe, doch Zigi parierte und bewahrte den knappen Vorsprung.
Das Spiel fand unter einem Hitzeindex von 96 statt, der Anstoß um 20:30 Uhr wurde bewusst verschoben, um die stärkste Mittagszeit im Mittleren Westen zu umgehen. Die vorgeschriebenen Trinkpausen erwiesen sich als entscheidend, da beide Teams mit Dehydrierung und Krämpfen kämpften.
Ghana kam auf acht Torschüsse, keiner davon landete im Netz, während Zigi sieben Paraden zeigte und seine Mannschaft im Spiel hielt. Der einzige kolumbianische Treffer reichte am Ende für den 1:0-Erfolg.
Mit diesem Sieg ziehen die Kolumbianer in das Achtelfinale ein und reisen nach Vancouver, um am Dienstag auf die Schweiz zu treffen und um ein Viertelfinale zu spielen. In der Gruppenphase gewannen sie gegen Usbekistan und die Demokratische Republik Kongo, spielten unentschieden gegen Portugal und kassierten nur ein Gegentor.
Spaniens Trainer Luis de la Fuente, dessen Team zu den Turnierfavoriten zählt, lobte Los Cafeteros als möglichen Weltmeister und unterstrich damit das Selbstvertrauen der kolumbianischen Fans, die bereits zwei Stunden vor Anpfiff die gelben Sektoren des Stadions füllten.