WM
Rote‑Karten‑Drama: Piero Hincapies Platzverweis nach neuer WM‑Regel
In der Nachspielzeit der zweiten Halbzeit im Azteca-Stadion wurde der Arsenal-Verteidiger Piero Hincapie mit einer Roten Karte bestraft, weil er sich beim Gespräch mit Mexikos Stürmer Santiago Giménez den Mund zugehalten hatte. Damit löste er die neue automatische Platzverweisregel der Weltmeisterschaft aus, während Ecuador in der 2:0-Niederlage gegen die Gastgeber am Dienstagabend.
Mexiko dominierte die erste Hälfte und setzte einen Ersthalbzeit-Ansturm um, der Ecuador kaum eine Antwort ermöglichte. Julian Quinones brachte in der 22. Minute mit einem kraftvollen Schuss in Führung, und seine Vorlage für Ralul Jimenez verdoppelte in der 31. Minute den Vorsprung und sicherte damit einen komfortablen Vorsprung. Das Spiel fand vor einer lauten Menge in Mexiko‑Stadt statt, was den Druck auf die ecuadorianische Mannschaft noch erhöhte.
Nach dem Vorfall prüfte der VAR das Geschehen und der Schiedsrichter bestätigte den Platzverweis dem Publikum, wodurch die Durchsetzung der neuen Regel im Weltturnier weiter betont wurde. Die Regel besagt, dass jeder Spieler, der sich während eines Gesprächs den Mund zuhält, automatisch vom Platz gestellt wird.
Paraguays Miguel Almiron war bereits der erste Spieler, der unter die gleiche Regel fiel, erhielt gegen die Türkei eine Rote Karte und musste eine Spielsperre von einem Spiel absitzen. Seine einspielleige Sperre unterstrich die sofortige disziplinarische Wirkung der Regel.
Selbst ohne Hincapies Ausscheiden war Ecuador von Mexiko übertroffen und konnte keine bedeutenden Chancen gegen die Gastgeber kreieren. Die ecuadorianische Abwehr hatte Schwierigkeiten, die Angriffe Mexikos während des gesamten Spiels zu kontrollieren.